Ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie lässt China nun endlich ein Expertenteam der WHO ins Land, das Zugang zu den dortigen Labors erhalten soll, in denen mit Coronaviren experimentiert wird. Das heißt, noch sind sie nicht dort. Die 13 Experten wurden in Wuhan zunächst zehn Tage in Quarantäne gesteckt, zwei durften, weil Covid-19 positiv,  aus Singapur gar nicht heraus.

Das kann noch als eine normale Vorsichtsmaßnahme interpretiert werden, allerdings besteht seit Beginn der Epidemie in Wuhan der Verdacht, dass das Regime in Peking, kein Interesse daran hat Fachleute der WHO in ihre, dem Militär unterstellten, Hochsicherheitslabors zu lassen. Und die Frage muss auch gestellt werden, warum erst jetzt? Innerhalb eines Jahres können die Spuren verwischt werden, sodass niemand mehr etwas findet, was den Verdacht entweder bestätigen oder entkräften könnte, dass es sich bei dem Virus, das inzwischen die ganze Welt in Schach hält, um ein frisiertes Virus handelt, das aus einem Labor entkommen ist. Ein Unfall, der passiert ist, nicht absichtlich – das zu unterstellen wäre vermessen – aber eben durch menschliches Versagen.

Ein chinesisches Tschernobyl also, nicht atomar, aber, wenn es denn eine Steigerung gibt, mindestens so verhängnisvoll wie der Reaktorunfall vom 26.April 1986. Das erklärt auch, weshalb die chinesische Führung ihre ganze agitatorische und digitale Maschinerie anwirft, um die Ursache der Epidemie in China zu verschleiern  und mit hanebüchenen Argumenten wie irgendwelchen Schuppentieren, westlichen Lebensmittelimporten, oder amerikanischen GIs eine Überträgerrolle anzuhängen. Das Schuppentier auf dem Markt in Wuhan, poppt immer wieder auch in westlichen Wissenschaftskreisen auf. Das kann schon sein. Ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie, zum traurigen Jubiläum also, melden sich aber wieder Stimmen, die auf den Zusammenhang und die geographische Nähe zwischen dem chinesischen Hochsicherheitslabor und dem exotischen Tiermarkt hinweisen. Dieses Faktum ist ja nicht neu. Neu ist aber, mit welcher Deutlichkeit eine Forschungsassistentin der Universität Innsbruck, ihres Zeichens Mikrobiologin, Kritik daran übt, weshalb dieses Labor nie untersucht wurde. Sie unterstellt auch nicht, dass die Veränderung eines Virus der Sars-Corona Gruppe unbedingt militärischen Zwecken zur biologischen Kriegsführung diente. Rossana Segreto stellt nur die Frage, die sich jeder Mensch stellen müsste:
a) weshalb ein Hochrisikolabor ausgerechnet in einem dicht besiedelten städtischen Raum angesiedelt wird und
b) weshalb dieses Labor nicht untersucht wurde?  Ich bin keine Berufsfeministin, aber die Tatsache, dass diese Stimme Rossana Segreto gehört, einer Mikrobiologin an der Innsbrucker Universität, macht mich stolz.

Diese Frage ist eine hochpolitische, die der chinesischen Führung ebenso gestellt werden muss, wie der WHO, die erst jetzt eine Gruppe von Experten nach Wuhan in Bewegung gesetzt hat, wo ein Mitglied des Teams in beruflichem Kontakt zu dem WIV steht. In der Zeit, die bis dato verstrichen ist, können alle Spuren verwischt und beseitigt worden sein. Außerdem steht dieses Institut nicht auf der Liste der zu untersuchenden Labors. Es sind daher Zweifel angebracht, ob dieses Team der WHO verwertbare Daten liefern wird.

Dass es sich um ein künstliches Virus handelt, das durch einen Unfall einem chinesischen Labor entkommen ist, hat auch der ehemalige Chef des britischen Geheimdienstes MI 6, Sir Richard Dearlove, unter Bezug auf einen wichtigen Bericht kundgetan. Der Mann ist kein Film-James-Bond, sondern ein hochverdienter Beamter in Ruhe und zurzeit Kuratoriumsvorsitzender der London University. 

Weshalb also die Zurückhaltung der UNO, der EU und der USA, diesen doch sehr begründeten Vermutungen nachzugehen? Was die USA betrifft, hat Trump, der in Ungnade gefallene Präsident, dies zwar ausgesprochen, sein Nachfolger Joe Biden ist derzeit aber zu sehr von den inneramerikanischen Erschütterungen abgelenkt. In diesem Vakuum hat die Volksrepublik China großen Spielraum. Oder dominiert die Angst, weil es sich kein Staat der Welt mit dem Regime in Peking verscherzen will, das uns alle mit seinem Seidenstraßen-Projekt umgarnt und von dem wirtschaftlichen Niedergang des Westens als Folge von Corona eindeutig profitiert?

Man braucht weder Mikrobiologin, noch Ex-Geheimdienstler zu sein, um zu wissen, dass China seine geballte digitale Agitpropmaschinerie in Bewegung gesetzt hat, um jeden Verdacht eines Unfalls zu unterdrücken und zu verschleiern. Auch dafür gibt es eindeutige und seriöse Quellen, die dies nahelegen, wie eine Plattform der amerikanischen Universität Berkley, die seit dem Auftauchen der ersten Coronafälle in Wuhan und der ersten Information durch einen dort tätigen Arzt, der mittlerweile nicht mehr lebt, die Organisation der Medienarbeit und ihre raffinierte Methode offenlegt und dies schon vor Monaten gemeinsam mit der New York Times getan hat.

Wenn China nichts zu verbergen hat, warum verzögert es die Kontrollen?  Sollten dies alles nur Vermutungen sein, dann gibt es dagegen nur ein Mittel: Offenheit und Transparenz.

Oder fürchtet das Regime in Peking aus internen Gründen Schwächen zu zeigen, gerade jetzt, wo es durch die politische Lähmung in den USA seine Stärken ausspielen möchte?

Zur vertiefenden Information empfehle ich den Link mit der österreichischen Mikrobiologin zu öffnen.

https://www.uibk.ac.at/microbiology/news/2020/sars-cov-2_genetic-structure.html

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>