Die innerparteilichen Krämpfe der CDU/CSU zur Kanzlerkandidatur nehmen kein Ende und haben bis jetzt nur zur schweren Beschädigung der beiden Kandidaten Armin Laschet und Markus Söder geführt. Es ist eine Selbstbeschädigung der Union, die masochistische Züge an sich hat. Wenn es nicht um die Kanzlerschaft in einem der wichtigsten Mitgliedsländer der EU ginge, könnte man darüber hinweg sehen. So aber beeinträchtigt die Kandidatensuche auch das durch den BREXIT ohnedies geschwächte und brüchige Gefüge der Rest-EU. Der Spruch, „Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“, ist eine Volksweisheit, die auch bei der berühmten K-Frage ihre Gültigkeit hat. Nur wer ist der Dritte? Es gibt schon Gerüchte, dass man sich wieder auf Angela Merkel besinnen könnte. Diese hat ja bereits die Führungsrolle in der CDU zurückgelegt und diese Armin Laschet überlassen. Zu dem Zweikampf hat sie sich bis jetzt nicht geäußert und quasi ihre Überparteilichkeit gewahrt. Friedrich Merz wäre als Kanzlerkandidat wohl aus anderem Holz geschnitzt gewesen. Es ist kaum anzunehmen, dass man sich seiner wieder besinnt. Die Kanzlerfrage hat zu einer totalen Patt Situation innerhalb der Unionsparteien geführt.

Bisher hat kein Bayerischer Ministerpräsident den sogenannten Weißwurstgürtel überschritten. Markus Söder wäre da eine Ausnahme, er hat allerdings wenig Bayerisches an sich. Fest steht, dass Angela Merkel einen innerparteilichen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Sie hat die CDU immer weiter nach links gerückt, was zu einer schweren Identitätskrise geführt hat. Es darf nur nicht vergessen werden, dass auch die SPD in schmerzhaften Konvulsionen ihre Doppelspitze gekürt hat. Die SPD – Basis hat damit Olaf Scholz hintergangen aber ihn dann ohne viel Aufsehen zum Kanzlerkandidaten gemacht. Eigentlich der bessere Weg! Scholz könnte von der schweren Krise der Unionsparteien profitieren. Das hat die CDU/CSU sicherlich nicht beabsichtigt und die Partei der Nichtwähler wird wachsen.

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